Sonntag, 15. Januar 2012

Hundert Tage (2008) von Lukas Bärfuss: Zusammenfassung und Interpretation

Der Schweizer Entwicklungshelfer David Hohl reist 1990 in die Hauptstadt von Ruanda. Dor arbeitet er im Büro an Entwicklungsprojekte der Schweizer Direktion. Dazumals galt Ruanda noch als Vorzeigeland des afrikanischen Kontintents. In der Hauptstadt Kigali bricht Chaos aus, als der Papst im Stadion eine Rede hält, wobei Hohl von der Menge beinahe erdrückt wird. Im Krankenhaus trifft er Agathe erneut, die er bereits vom Brüsseler Flughafen kennt. Eine heftige Liebesbeziehung zwischen den beiden beginnt. Tutsi-Rebellen marschieren kurz darauf in die Stadt ein, und der Völkermord steht kurz bevor. Als 1994 die Morde der Hutu an den Tutsi beginnen, verlassen die Entwicklungshelfer das Land. Hohl entscheidet sich spontan zu bleiben, und versteckt sich in seinem Haus. Seine Geliebte Agathe, die Tochter eines Ministerialbeamten, besucht ihn auch jetzt noch. Sein Gärtner hortet dort Beutegut, versorgt ihn aber, bis Hohl bemerkt, dass er zu den Mördern gehört und ihn vertreibt.



Hohl ist halb verdurstet, als sich Hutu-Milizen in seinem Garten niederlassen und ihm Wasser und Nahrung geben. Als die Rebellen vor Kigali stehen, flieht Hohl mit den Hutus in den Kongo. David wird als Mitarbeiter im Flüchtlingslager sofort willkommen geheissen. Als er mitbekommt, dass Agathe in Goma ist, erwirbt Hohl durch Korruption Geld, um zu ihr reisen zu können. Als Hohl in Goma eintrifft, stirbt Agathe allerdings kurz darauf an Cholera.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen